Das Blockheizkraftwerk (BHKW) der Energiezentrale "Pond Barracks" der Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH nutzt ab dem 1. August 2018 Biomethan zur umweltfreundlichen Produktion von Wärme und Strom.

Das Ende 2011 in Betrieb genommene BHKW versorgte bereits bislang durch den Primärenergieträger Erdgas die Kunden am Fernwärmenetz im Bereich Sebastian-Viertel mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) hocheffizient mit Wärme. Der erzeugte Strom wurde ins lokale Stromnetz eingespeist. Ab August dieses Jahres wird das BHKW mit Biomethan versorgt, was nochmals deutliche Vorteile für die Umwelt mit sich bringt. Für die an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossenen Kunden ergeben sich keine Änderungen, bzw. es besteht kein Handlungsbedarf. Biomethan ist auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas, welches bilanziell - das heißt rechnerisch, unabhängig vom Entstehungsort - dem Verbrauchsort zugerechnet wird und von den Stadtwerken Amberg über einen externen Lieferanten bezogen wird. Im BHKW der Stadtwerke Amberg wird das Biomethan, wie bislang, über den KWK-Prozess in Strom und in die dabei anfallende Wärme umgewandelt. Beim KWK-Prozess wird vereinfacht ausgedrückt ein Motor angetrieben, der wiederum einen Generator zu Stromerzeugung in Gang setzt. Die beim Betrieb des Motors entstehende (Ab)Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist, so dass die eingestzte Primärenergie hocheffizient genutzt wird.

Neben dem Betrieb des Blockheizkraftwerkes mit Biomethan, sorgen zwei erdgasbetriebene Spitzenlast - beziehungsweise Reservekessel für einen gesicherten Betrieb des Fernwärmenetzes der Energiezentrale "Pond Barracks".

Für Eigentümer von Neubauten ist seit dem 1. Januar 2009 das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und die Nutzung von erneuerbarer Energien verpflichtend. Die hocheffiziente Fernwärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung hat der Gesetzgeber praktisch auf eine Stufe mit erneuerbaren Energien gestellt, weshalb der Fernwärme-Kunde diese gesetzlichen Auflagen erfüllt. Durch die Umstellung des Blockheizkraftwerkes "Pond Barracks" auf Biomethan wird der bisher schon sehr gute Primärenergiefaktor mochmals verbessert. Durch den Einsatz von Biomethan werden jährlich rund 3.300 Tonnen CO2-Emissionen im Vergleich zur Nutzung mit konventionellem Erdgas eingespart.

BILD: Die Enregiezentrale Pond Barracks versorgt große Teile des Sebastian-Viertels der Stadt Amberg in Zukunft aus mit Biomethan produzierter Wärme

Bildnachweis: Karoline Gajeck-Scheuck

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