"Fleißige Bienchen" gibt es auch bei den Stadtwerken Amberg, dem Bienenzuchtverein Amberg sowie dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Sie alle setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit und auf den ökologischen Wert der Honigbiene. Künftig können sich die Pflanzen und Bäume der Anwohner rund um die Stadtwerke Amberg, der Kleingartenanlage "An der Vils" über die neuen wichtigen, kleinen Bestäuber freuen. Die Stadtwerke Amberg haben mit dem Bienenzuchtverein Amberg und dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit in diesem Punkt gebildet. Dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder der Bienenzuchtvereine sowie die Unterstützung zweier Stadtwerke-Mitarbeiter, Michael Schanderl und Michael Bieda ist es zu verdanken, dass die Ernte und Vermehrung der Pflanzen in diesem Gebiet künftig noch besser ausfallen kann. "Wir sind uns auch unserer ökologischen Verantwortung, gerade auch als Wasserversorger bewusst und so haben wir die Idee des "Beesharing" gerne aufgegriffen und unterstützt. Außer der finanziellen Unterstützung, stellen wir auch das Personal sowie den Platz gerne für die kleinen großartigen Bienen zur Verfügung.", so Stadtwerke Amberg-Geschäftsführer Prof. Dr. Stephan Prechtl.

Statement

Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg:

"Die Bestäubung ist eine wichtige Ökosystemfunktion und hat auch wirtschaftlich gesehen Vorteile, da nicht nur bei Bestäuber abhängigen Pflanzen höhere Erträge erwirtschaftet werden. Auch bei Pflanzen, die nicht auf eine Insektenbestäubung angewiesen sind, wirkt sich diese fakultative Unterstützung positiv auf die Fruchtgröße und -qualität aus. Zu kurz greift eine wirtschaftliche Sichtweise, die nur auf die Quantität, nicht aber auf die Qualität der Ernährung fokussiert. Es stimmt zwar, dass viele unserer weltweit wirtschaftlich bedeutenden Kulturen, wie Mais oder Weizen, nicht von einer Insektenbestäubung abhängig sind. Dies reduziert in einer globalen Betrachtung zwar den nonetären Wert, den die Bestäubung für die Landwirtschaft hat, nicht aber für eine ausgeglichene, vielseitige und gesunde Ernährung. Die tierischen Bestäuber sind maßgeblich für die Qualität unserer Lebensmittel verantwortlich. Ein Ausfall der Bestäuber beeinträchtigt die Nährstoffversorgung und die Gesundheit der Bevölkerung. Die Masse der zur gesunden Ernährung benötigten Mikronährstoffe, stammt von Kulturen, die auf eine Insektenbestäubung angewiesen sind." Dieser Meinung sind auch Florian Winkler Vorstand vom Bienenzuchtverein Amberg und Helmut Heuberger, Vorstand vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg. Viele Wildpflanzen sind auch auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Ohne Bestäubung gibt es keine Samenbildung, diese ist wiederum Grundlage für den Fortbestand der Pflanzen. Eine Vielzahl von Kleinstlebewesen und Vögel sind auf diese Nahrungsquellen angewiesen. Daher ist ein Fehlen von Bienen und anderen Bestäubern wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt und natürlichen Lebensgrundlage.

Weitere Informationen vom Bienenzuchtverein für interessierte Bürger zum Thema Bienen und Honig gibt es unter folgenden Links:

- Honigrezepte: http://www.bienenzuchtverein-sulzbach-rosenberg.de/1781049.html

- Bienen und Literatur: http://www.bienenzuchtverein-sulzbach-rosenberg.de/1778010.html

- Verschiedenes: http://www.imker-amberg.imker-bayern.de/1782364.html

BILD: Sofort begeistert von der sinnvollen Idee "Beesharing" war Stadtwerke Amberg Geschäftsführer Prof. Dr. Stephan Prechtl (3. v. l.). Beim ersten Besuch der Bienen im neuen Stadtwerke Amberg Zuhause mit den beiden Bienenzuchtvereinen und deren Vertretern Florian Winkler (l.), Vorstand vom Bienenzuchtverein Amberg, Bienenfachwart Alexander Hirschmann-Titz (4. v. l.) Bienenfachwart vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg und Johann Müllner (2. v. r.) 1. Vorstand vom Kreisverband Imker Amberg e. V. sowie den beiden engagierten Stadtwerke-Mitarbeitern Michael Schanderl (2. v. l.) und Michael Bieda (r.) strahlte nicht nur die Sonne, sondern auch die fleißigen "Bienen-Unterstützer".

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