Im Zuge der jährlichen Unterhaltsarbeiten im Geschäftsfeld "Wasser" wechselt die Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH circa 2,5 km Wasserleitung aus. Ein Großteil der Leitungstrassen verläuft im Bereich von öffentlichen Straßen und zum Teil auch in Gehwegen und Grünflächen. Viele dieser Straßen die in den 50er bis 60er Jahren gebaut wurden, weisen in Amberg gemeinsame Besonderheiten auf. Als Tragschicht unterhalb der Asphaltdecke wurde Hochofenschlacke, ein Abfallprodukt aus der Eisenverhüttung in Sulzbach-Rosenberg und Amberg, eigebaut. Aus den ehemaligen Schlackensanden entsteht im Laufe der Jahrzehnte eine betonharte Gesteinsschicht, die nur mit dem Meißelbagger und Presslufthämmern wieder zertrümmert werden kann. Beim Aufbruch und Ausbau dieser Granulatschicht mit dem Meißelbagger entstehen zwangsläufig starke Erschütterungen, die sich auch negativ auf angrenzende Gartenmauern, Gebäude oder andere im Erdreich liegende Leitungen auswirken können. Verbunden sind diese Arbeiten auch mit einer erheblichen Lärmbelästigung für die Anwohner. Im speziellen Fall Wasserleitungsauswechslung der Gailoher Hauptstraße stand nach drei Erkundungsbohrungen fest, dass auf der circa 550 m langen Wasserleitungstrasse mit einer betonharten Granulatschicht, mit einer Stärke von 50 - 60 cm, zu rechnen ist. Aufgrund des geradlinigen Trassenverlaufs sowohl der Straße als auch der geplanten Wasserleitung bot sich hierbei der vorteilhafte Einsatz einer sogenannten "Felsgrabenfräse" an. Der 42 Tonnen schwere und fast 12 m lange Koloss, vergleichbar mit einer überdimensionalen Kettensäge, kann mit seiner 93 cm breiten Kette, die mit einer Vielzahl von Stahlmeißeln bestückt ist, die rund 60 cm dicke Granulatschicht durchfräsen und seitlich aus dem Graben fördern.

Durch den Einstz des Großgerätes konnte die komplette Granulatschicht in der Gailoher Hauptstraße ohne Erschütterungen und Lärmbelästigung auf einer Länge von 550 m innerhalb eines Tages ausgebaut werden. Bei einer konventionellen Bauweise mit Meißelbagger hätten die Arbeiten vermutlich fast bis zu einer Woche gedauert. Die weiteren Bauarbeiten können nun zügig fortgesetzt werden.

Es ist geplant, die gesamten Wasserleitungsbauarbeiten, einschließlich der Auswechslung der Hausanschlüsse, bis Ende August fertigzustellen.

Zusätzlich zur Wasserleitung wird in der gleichen Trasse eine Gasleitung neu mitverlegt, so dass die Hauseigentümer in der Gailoher Hauptstraße nun die Möglichkeit haben, auf die umweltfreundliche Energie Erdgas umzusteigen.

Ab Herbst starten die Bauarbeiten für die Wasserleitungsauswechslung in der Weißenburger- und Blücherstraße.

Weitere Informationen zu einzelnen Baumaßnahmen stehen Interessierten auf der Internetseite www.stadtwerke-amberg.de unter der Rubrik Baustellen online zur Verfügung. Für dabei entstehende Unannehmlichkeiten bitten die Stadtwerke Amberg um Verständnis. Fragen rund um die anstehenden Baumaßnahmen beantwortet der zuständige Stadtwerke Amberg Meister Gas, Wasser, Wärme Jürgen Brunner Tel. 09621 603-710 und Meister Netze Strom Werner Rubenbauer Tel. 09621 603-620.

BILD: Durch den Einsatz, der sogenannten Felsgrabenfräse konnte die komplette Granulatschicht in der Gailoher Hauptstraße ohne Erschütterungen und Lärmbelästigung auf einer Länge von 550 m innerhalb eines Tages ausgebaut werden. Stadtwerke Amberg Meister Gas, Wasser, Wärme Jürgen Brunner und Betriebsingenieur Dipl.-Ing. (FH) Stefan Prüfling tun alles dafür, dass die Baumaßnahmen in den Bereichen "Gas" und "Wasser" schnell und möglichst reibungslos von statten gehen.

Fotonachweis: Stadtwerke Amberg

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